Wohnanlage Lilienstraße

München, Modernisierung
Bauherr: Gemeinnützige Wohnstätten und Siedlungsgesellschaft München
Leistungen: Architektenleistungen nach HOAI, Leistungsphasen 2-9
Auszeichnungen: Bayerischer Wohnungsbaupreis, Bauherrenpreis; Ausstellungen: Oberste Baubehörde, Internationale Baufachmesse

Projektbeschreibung

Ein Wohngebäude der Nachkriegszeit wurde zeitgemäßen Wohnbedürfnissen angepasst, ohne seinen Charakter zu zerstören. Die Neuorganisation der Grundrisse schafft zweiseitig belichtete Ein- bis Dreizimmerwohnungen. Trotz der beschränkten Mittel des sozialen Wohnungsbaus entstanden großzügige Raumfolgen mit Orientierung zum ruhigen Innenhof und zum Straßenraum. Das Projekt wurde mit dem Bayerischer Wohnungsbaupreis 1997 im Landeswettbewerb für kostengünstigen Wohnungsbau des bayrischen Innenministeriums und dem Bauherrenpreis 1999 des BDA Berlin ausgezeichnet.
Aus der Begründung der Jury, Bayerischer Wohnungsbaupreis 1997:
„Das Projekt fällt in der Reihe der teilnehmenden Projekte dadurch auf, dass es den einzigen Modernisierungsfall darstellt. Die Entscheidung, anstatt eines teureren Neubaus den Altbau zu modernisieren, ist neben vielen anderen Gesichtspunkten schon allein unter diesem Aspekt lobenswert. Bemerkenswert ist, dass das Projekt auch im Vergleich mit sonstigen Maßnahmen der Modernisierung als kostengünstig zu bezeichnen ist. Durch den behutsamen Umgang mit der Fassade gelang es dem Architekten, das Gebäude als lebendigen Bestandteil ohne unangenehmes “Lifting” in die Straßenflucht zu integrieren. Dasselbe gilt für die Umgestaltung der Grundrisse, die heutigen Anforderungen gut begegnen und einen dauerhaften Gebrauchswert versprechen. Die Eingriffe in die Konstruktion sind so gering, dass sie kaum auffallen, dabei aber eine spürbare Erhöhung des Wohnwerts entsteht. Insgesamt kann das Projekt, das durch seine sich selbst zurücknehmende Haltung beeindruckt, als gelungenes und zukunftweisendes Beispiel für eine kostensparende Alternative in der Neugestaltung des Baubestandes gelten, das gleichzeitig energiesparende und ökologische Anforderungen berücksichtigt.“

Bildnachweis: Holzfurtner und Bahner, München

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