Schulzentrum am Perlacher Forst

München, Modernisierung
Bauherr: Landeshauptstadt München, Baureferat
Leistungen: Architektenleistungen nach HOAI, Leistungsphasen 2-8
Auszeichnung: Denkmalschutz und neues Bauen in München, engere Wahl; Ausstellung: Architektouren, Internationale Baumesse München; Veröffentlichung: Bayerische Architektenkammer

Projektbeschreibung

Die Schulanlage wurde im Jahr 1954 als Eigenplanung der Oberfinanzdirektion für die Siedlung der US-amerikanischen Streitkräfte errichtet. Der gesamte Komplex besteht aus 11 Gebäuden, die durch einen geschlossenen Flur miteinander verbunden sind. Im 4. Bauabschnitt wurde die Turnhalle und ehemalige Cafeteria umgebaut. Der Neubau von Technikräumen, der Rückbau der Großküchenanlage und die Neugestaltung der Innenräume ermöglichten die Nutzung als Versammlungsstätte (ca. 1200 Personen) und Ganztagsschule mit Kinderhorten. Durch die Verkleinerung der Cafeteria gegenüber dem Bestand wird zusätzlich Platz für weitere Klassenzimmer geschaffen.

Im Innenausbau war die charakteristische Formensprache der 1950er Jahre leider nicht erhalten geblieben. Daher konzentrierte sich die Gestaltung auf den sichtbaren Erhalt der charakteristischen, extrem dünnwandigen Schalendecke des Dachtragwerks. So wurde in der neuen Cafeteria eine schallabsorbierende Decke eingezogen, die – auf das akustisch notwendige Flächenmaß reduziert – alle weiteren Funktionen wie Beleuchtung und Beschallung integriert. Als Ergebnis steht eine kompakte, skulpturale Form, die die anmutige Deckenkonstruktion in großen Bereichen sichtbar lässt und diese in eigenständiger Wellenform begleitet. Die Sporthalle aus den 1960er Jahren wurde zu einem Multifunktionsgebäude für Sport- und Großveranstaltungen umgebaut. Ein Anbau für Technik und Sportgeräte sowie ein aufwendiger Innenausbau wurden notwendig. Der Umbau entwickelte eine Komplexität, die besonders in der Deckenkonstruktion deutlich wird. Neben den üblichen Sportgeräten wurden in die Decke das Heizsystem, Belüftung, schalltechnische Maßnahmen und aufwendige Bühnentechnik integriert. Zum Schutz der Anwohner wurde die voll verglaste Fassade in Schallschutzklasse 5 ausgeführt.

Bildnachweis: 1-10 Andi Albert, Würzburg; 11 Holzfurtner und Bahner, München

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